Neue Cannabis-Regeln: Was Patienten 2026 beim Reisen beachten müssen
Lotta BrandtNeue Cannabis-Regeln: Was Patienten 2026 beim Reisen beachten müssen
Deutschlands Cannabisgesetz (CanG) verändert die Reisebestimmungen für Patienten mit medizinischem Cannabis
Mit Beginn der ersten großen Frühlingsreisesaison 2026 gelten neue Regeln für Patienten, die mit medizinischem Cannabis verreisen. Die Behörden haben Hinweise veröffentlicht, um rechtliche Probleme beim Grenzübertritt mit den Medikamenten zu vermeiden.
Am 23. März 2026 riefen deutsche Gesundheitsbehörden Patienten dazu auf, strenge Richtlinien beim Reisen mit medizinischem Cannabis zu beachten. Wer innerhalb des Schengen-Raums unterwegs ist, darf einen persönlichen Vorrat für bis zu 30 Tage mitführen – vorausgesetzt, sie verfügen über ein vollständiges und von der örtlichen Gesundheitsbehörde beglaubigtes Artikel-75-Zertifikat.
Das Dokument muss präzise Angaben enthalten: den Namen des Patienten, die Dosierung, die Gesamtmenge sowie die genauen Reisedaten. Zudem müssen die Medikamente in der Originalverpackung der Apotheke bleiben und dürfen nur im Handgepäck transportiert werden.
Für Reisen außerhalb des Schengen-Raums gestaltet sich das Verfahren komplexer. Betroffene sollten vor Abreise die diplomatische Vertretung des Ziellands kontaktieren. Der rechtliche Status von medizinischem Cannabis variiert stark – manche Staaten erkennen das deutsche Zertifikat nicht an.
Die neuen Regelungen sollen Patienten mehr Rechtssicherheit bieten: Innerhalb des Schengen-Raums garantiert ein beglaubigtes Artikel-75-Dokument den legalen Transport eines 30-tägigen Medikamentenvorrats. Außerhalb dieser Zone müssen Reisende jedoch die lokalen Gesetze prüfen, um unerwartete juristische Risiken zu vermeiden.






