29 April 2026, 14:21

Protestwelle gegen Streichung der kostenlosen Hautkrebsvorsorge in Berlin

Schwarzes und weißes Foto von sechs Männern in Anzügen und Krawatten, jeder trägt eine Brille, mit dem Text "Darmkrebs: Neue Einblicke in eine vermeidbare Krankheit" darunter.

Protestwelle gegen Streichung der kostenlosen Hautkrebsvorsorge in Berlin

Protest gegen geplante Kürzungen der Hautkrebsvorsorge in Berlin

Am kommenden Mittwoch findet in Berlin eine Demonstration gegen die geplanten Kürzungen bei der Hautkrebsvorsorge statt. Organisiert von der Kampagnengruppe Campact, versammeln sich die Teilnehmer:innen ab 8:30 Uhr in der Nähe des Kanzleramts unter dem Motto "Keine Kürzungen bei der Hautkrebsvorsorge!". Ihr Ziel: Die lebensrettenden Untersuchungen sollen für alle Menschen ab 35 Jahren kostenlos und zugänglich bleiben.

Hintergrund ist die Überlegung der Regierung, die flächendeckende Hautkrebsvorsorge für Über-35-Jährige abzuschaffen. Ohne diese Leistung könnten viele Patient:innen die Untersuchungen nicht mehr bezahlen – mit der Folge späterer Diagnosen und aggressiverer Behandlungen. Die Krebsraten steigen weiterhin an, wobei Hautkrebsfälle in den letzten Jahren besonders stark zugenommen haben.

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Die Campact-Aktivistin Annika Liebert führt die Demonstration an. Die Protestierenden planen, sich symbolisch zu entkleiden und Schilder mit Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Minister Warken, kürzt uns nicht krank" hochzuhalten. Die Gruppe fordert zudem, dass Pharmaunternehmen stärker zur Finanzierung des Gesundheitssystems beitragen.

Eine Petition gegen die Kürzungen hat bereits über 500.000 Unterschriften gesammelt. Die derzeit alle zwei Jahre angebotene Vorsorge ermöglicht eine frühe Erkennung von Hautkrebs und reduziert so die Notwendigkeit invasiver Operationen. Ohne sie drohten betroffenen Patient:innen höhere Kosten und schlechtere Behandlungsverläufe, warnen die Aktivist:innen.

Die Demonstration soll Druck auf die Politik ausüben, die geplanten Kürzungen rückgängig zu machen. Bei Erfolg bliebe das Vorsorgeprogramm für alle Berechtigten kostenfrei. Die Entscheidung könnte darüber entscheiden, ob in Zukunft Tausende rechtzeitig an lebenswichtigen Krebschecks teilnehmen können.

Quelle