04 May 2026, 18:26

RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei Maikundgebungen in Kreuzberg

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Stadtstraße marschieren und dabei Schilder und andere Fahrräder tragen, mit einem historischen Gebäude im Hintergrund, das Rundbogenfenster, Säulen und Skulpturen aufweist.

RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei Maikundgebungen in Kreuzberg

Berliner Rap-Trio RAPK äußert sich zu Kritik an Verzögerungen durch ihr Konzert am 1. Mai

Die Berliner Rap-Gruppe RAPK hat sich zu den Vorwürfen geäußert, ihr Konzert am 1. Mai habe in diesem Jahr die revolutionären Maikundgebungen behindert. Das aus Victor, Tariq und Gustav bestehende Trio räumte seine Mitverantwortung für die Störungen ein und kündigte Verbesserungen für künftige Veranstaltungen an. Ihre Musik und ihre Wurzeln in Kreuzberg sind seit langem mit der Protestkultur verwoben – beides prägt ihren Sound wie auch ihr politisches Engagement.

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Das jährliche Solidaritätskonzert von RAPK am 1. Mai fand wie üblich im Anschluss an die traditionellen Myfest-Feierlichkeiten in Kreuzberg statt. In diesem Jahr geriet die Veranstaltung jedoch in Konflikt mit dem Revolutionären 1.-Mai-Umzug, was zu Verzögerungen für die Demonstrant:innen führte. Die Gruppe entschuldigte sich später für die Behinderung und betonte, wie wichtig ein reibungsloser Ablauf der Proteste sei.

Während des Konzerts versuchte das Trio, mit Durchsagen über die PA-Anlage und Updates auf Instagram eine freie Bahn für den Demonstrationszug zu schaffen. Doch diese Bemühungen reichten nicht aus, um die Verzögerungen zu verhindern. Als Reaktion darauf hat sich RAPK verpflichtet, künftig besser zu planen – etwa durch eine räumliche Trennung ihrer Auftritte von der Marschroute.

Die Musik der Band speist sich stark aus dem Leben in Kreuzberg und verbindet persönliche Geschichten mit scharfer Gesellschaftskritik. In ihren Texten setzen sie sich mit Themen wie Drogensucht, Rassismus durch Polizeikontrollen und Gentrifizierung auseinander – allesamt Probleme, die tief mit ihrem Kiez verwurzelt sind. Für RAPK sind Musik und Protest keine getrennten Welten, sondern verstärken einander: Politische Botschaften werden so zugänglicher, während gleichzeitig die Zuhörerschaft zusammenwächst.

Ihre Prägung durch Kreuzberg, einen historischen Brennpunkt des Aktivismus, hat diese Haltung geprägt. Die Gruppe sieht ihre Konzerte als Verlängerung des Protests – als Plattform, um Stimmen zu verstärken und Solidarität in der Nachbarschaft zu fördern.

Künftig will RAPK ihre musikalischen Veranstaltungen besser mit den Bedürfnissen politischer Demonstrationen in Einklang bringen. Durch angepasste Konzertstandorte hofft das Trio, künftige Konflikte mit Umzügen zu vermeiden. Gleichzeitig bleiben sie ihrem Engagement für die Protestkultur in Kreuzberg treu – und nutzen ihre Kunst, um die Kämpfe ihres Kiezes widerzuspiegeln und zu unterstützen.

Quelle