Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen in die neue Saison
Lotta BrandtDrosselt der Spritpreis Besuche von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen in die neue Saison
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich trotz Sorge vor steigenden Spritpreisen auf die neue Saison vor
Trotz wachsender Bedenken wegen der stark gestiegenen Kraftstoffkosten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für die neue Saison. Angesichts der rasant steigenden Preise für Benzin und Diesel fürchten einige Einrichtungen sinkende Besucherzahlen. Dennoch werden in Kürze mehrere Standorte wieder öffnen – mit neuen Attraktionen und bewährten Veranstaltungen.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden empfängt ab dem 28. März wieder Gäste. Ein neues Besucherzentrum mit modernen Einrichtungen soll bis Ende Mai fertiggestellt werden. Um auch Besuchern ohne Auto den Zugang zu erleichtern, führt das Museum an Wochenenden einen Bus-Shuttle von Erfurt ein.
Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag, der Schäfertag und der Thüringer Käsemarkt kehren in diesem Jahr zurück. Zudem sind eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit sowie das Funkenburg-Fest geplant. Doch die abgelegene Lage des Museums könnte angesichts der hohen Spritpreise potenzielle Besucher abschrecken.
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt öffnen am 1. April mit modernisierten Eingangsbereichen und einem erneuerten Café. Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen nimmt wie gewohnt den Betrieb auf – mit einer Oster-Eiersuche und Café, trotz finanzieller Belastungen. In der gesamten Region finden zudem das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kino, Sommertheater und die Rudolstädter Sommerkonzerte statt.
Die Spritpreise sind seit der Zuspitzung der Lage im Iran stark angestiegen. Bis Sonntag kostete Superbenzin (E10) 1,794 Euro pro Liter – der höchste Stand seit Mai 2024 –, während Diesel mit 1,759 Euro pro Liter den höchsten Wert seit April 2024 erreichte. Am Montag stiegen die Preise aufgrund von Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus weiter an. Zwar gibt es noch keine Daten zu den Auswirkungen auf den Tourismus, doch die höheren Dieselkosten belasten bereits Branchen wie Gartenbau und Baugewerbe.
Die Museen setzen trotzdem auf neue Angebote und Veranstaltungen, um Besucher anzulocken. Der Wochenend-Shuttle von Erfurt soll die Anreise nach Hohenfelden erleichtern. Dennoch könnten die steigenden Spritpreise in den kommenden Monaten die Besucherzahlen in Thüringens Kulturstätten beeinträchtigen.






