Überlebensgeschichte einer Sinti-Frau: Vier KZ-Lager und ihr Schweigen

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Eine Frau mit einer Flasche in der Hand steht neben Zelten und Menschen, mit einem Haus und Bäumen in der Ferne.

Überlebensgeschichte einer Sinti-Frau: Vier KZ-Lager und ihr Schweigen

Veranstaltungen in Osnabrück: Überlebensgeschichte einer Sinti-Frau in vier NS-Konzentrationslagern

Am 22. Januar 2023 findet um 18:30 Uhr im Osnabrücker Museumsquartier eine besondere Veranstaltung statt, die sich mit dem Überlebenskampf von Agnes Geisler beschäftigt – einer Sinti-Frau, die als Kind vier nationalsozialistische Konzentrationslager durchlitt. Der Abend verbindet eine Lesung mit einer anschließenden Diskussion und ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.

Agnes Geisler war erst neun Jahre alt, als sie Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen überlebte. Jahrzehntelang schwieg sie über ihre traumatischen Erlebnisse, unfähig, sich den Schrecken ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch nun hat sie sich entschieden, ihre Geschichte öffentlich zu teilen – angetrieben von der Sorge um die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland und dem Wunsch, dass solche Gräueltaten niemals in Vergessenheit geraten.

Die Veranstaltung entsteht in Kooperation zwischen dem Museumsquartier und dem Osnabrücker Büro für Friedenskultur. Louis Pawellek, der zu Agnes Geisler ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut hat, wird die Lesung leiten und die Diskussion moderieren. Die Organisatoren hoffen, dass der Abend die aktive Erinnerungskultur stärkt und zur Reflexion über historische Verantwortung in der Gegenwart anregt.

Die Lesung und das Gespräch bieten den Besucherinnen und Besuchern die seltene Gelegenheit, Geislers persönlichen Bericht des Überlebens zu hören. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung soll einen Dialog über Erinnerung, Geschichte und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit anstoßen. Sie findet im großen Saal des Museumsquartiers statt.