29 April 2026, 12:17

Wie ein Programm nach Sandy Hook Schulgewalt in den USA stoppt

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Gesichtsmasken, die auf Bänken sitzen und stehen, mit Büchern auf Tischen, Fenstern, einer Tür, Deckenventilatoren und anderen Schulgegenständen im Hintergrund.

Wie ein Programm nach Sandy Hook Schulgewalt in den USA stoppt

Ein Programm zur Verhinderung von Schulgewalt hat mittlerweile Schüler in allen 50 US-Bundesstaaten erreicht. Say Something ("Sag was") wurde von Nicole Hockley ins Leben gerufen, deren Sohn Dylan 2012 beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School getötet wurde. Sie ist überzeugt, dass die Initiative bereits mehrere Tragödien – darunter Schießereien und Suizide – verhindert hat.

Hockley startete Say Something 2014, zwei Jahre nach dem Tod ihres sechsjährigen Sohnes. Das Programm schult Schüler darin, Warnsignale zu erkennen – etwa Drohungen in sozialen Medien, plötzliche Verhaltensänderungen oder eine Besessenheit von Waffen – und ihre Sorgen anonym oder bei einer Vertrauensperson zu melden.

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Seit dem Beginn des Programms haben Trainer der von Hockley mitgegründeten gemeinnützigen Organisation Sandy Hook Promise Tausende von Schülern in Workshops geschult. Über das System gingen bisher fast 395.000 Hinweise ein, am häufigsten zu Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstverletzung. Ein spezialisiertes Team aus Krisenberatern überwacht die Meldungen rund um die Uhr und leitet dringende Fälle an Polizei und Schulbehörden weiter.

Ein solcher Hinweis führte 2021 zur Festnahme von Trinity Shockley, einer Schülerin aus Indiana, die eine Schulschießerei angedroht hatte. Hockley sagte, sie wünschte, ein solches Programm hätte bereits vor der Tragödie von Sandy Hook bestanden.

Das Say Something-Programm wird weiter ausgebaut, mit dem Ziel, Gewalt an Schulen bundesweit zu reduzieren. Das anonyme Meldesystem und die Schülerfortbildungen bleiben zentrale Instrumente, um Risiken frühzeitig zu erkennen, bevor sie eskalieren. Behörden und Pädagogen führen die Initiative als lebensrettend in zahlreichen Gemeinden an.

Quelle