31 March 2026, 14:25

1.200 Euro Strafe für homophobe Beleidigungen in Hamburger U-Bahn

Schwarzer und weißer Poster mit der Aufschrift "Vergewaltigung auf Vergewaltigung oder die Gerechtigkeit in ihrer eigenen Falle" in fetter schwarzer Schrift, wahrscheinlich Ankündigung einer Comedy-Show.

1.200 Euro Strafe für homophobe Beleidigungen in Hamburger U-Bahn

Ein Hamburger Gericht hat einen Mann zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt, weil er einen anderen Fahrgast in der U-Bahn mit homophoben Beleidigungen beschimpft hatte. Bei dem Vorfall im Oktober 2024 hatte Michael W. Tibor P. verbal angegriffen, bis ein Zeuge eingriff, um das Opfer zu verteidigen. Der Richter urteilte, dass sich die Beleidigungen gezielt gegen die sexuelle Orientierung des Geschädigten richteten.

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Die Auseinandersetzung begann, als Tibor P., der zuvor in einem Schwulenclub gewesen war, die U-Bahn bestieg, um nach Hause zu fahren. Michael W. machte sofort abfällige Bemerkungen über P.s Lackschuhe und steigerte sich dann in weitere Beschimpfungen hinein. Er nannte P. einen "Keim", eine "Krankheit" und ein "Schwuchtel", woraufhin sich das Opfer überfordert und gedemütigt fühlte.

Überwachungsaufnahmen zeigten später eine handgreifliche Auseinandersetzung, doch Michael W. bestritt, körperlich geworden zu sein. Ein Zeuge schritt ein und bewies Zivilcourage, indem er sich gegen die Beleidigungen stellte. Während des Prozesses räumte Michael W. die Beschimpfungen ein und entschuldigte sich für sein Verhalten.

Tibor P. nahm die Entschuldigung im Gerichtssaal an. Der Richter betonte, dass die verwendete Sprache einen direkten Angriff auf die sexuelle Orientierung des Opfers dargestellt habe, was die Verurteilung wegen Beleidigung und Bedrohung rechtfertige.

Das Urteil sendet ein klares Signal über die Konsequenzen homophober Angriffe im öffentlichen Raum. Michael W. muss nun die Strafe zahlen, während Tibor P. eine Entschädigung für das erlittene Leid erhalten hat. Der Fall unterstreicht zudem die Bedeutung von Zeugen, die sich in solchen Situationen engagieren und gegen Diskriminierung stellen.

Quelle