Buchhandlung in Bremen provoziert mit Kulturminister-Weimer und Verfassungsschutz-Merchandise
Tobias NeumannBuchhandlung in Bremen provoziert mit Kulturminister-Weimer und Verfassungsschutz-Merchandise
Eine Buchhandlung in Bremen ist zum Mittelpunkt einer öffentlichen Kontroverse um Kulturminister Wolfram Weimer geworden. The Golden Shop, einst bekannt für seinen provokanten Slogan, zeigt nun Zitate von Weimer und verkauft Merchandise-Artikel, die auf seinen Überwachungsstatus anspielen.
Am Samstagnachmittag brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Fassade der Buchhandlung an. Das Banner überdeckte den bisherigen Spruch „Deutschland verrecke bitte“, der zuvor prominent am Gebäude prangte.
Die Inhaberin des Ladens, Ausma Zvidrina, bestätigte, dass die Buchhandlung Weimers Werke trotz der neuen Präsentation nicht ins Sortiment aufnehmen werde. Im Schaufenster ist nun ein Porträt des Ministers neben seinen literarischen Werken zu sehen, während an der Außenfassade Zitate von ihm selbst prangen – allesamt als verfassungskonform eingestuft.
Weimer hatte zuvor eine Prüfung der Buchhandlung durch den Verfassungsschutz beantragt. Der Laden hat sich inzwischen seinen zweifelhaften Ruhm zunutze gemacht: Er verkauft Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“ und erhielt sogar ein Zertifikat als „beste Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“.
Trotz der Debatten wurde The Golden Shop für den Deutschen Buchhandlungspreis nominiert. Die Buchhandlung bleibt geöffnet und zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich – durch ihre mutigen Schaufenstergestaltungen und ihr Sortiment. Die Nominierung für einen nationalen Preis unterstreicht ihren wachsenden Ruf, selbst mitten in der öffentlichen Diskussion. Die Entwicklung des Ladens zeigt dabei sowohl Trotz als auch eine kluge Anpassung an die öffentliche Beobachtung.






