07 April 2026, 00:22

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt: "Jede Frau kann Opfer werden"

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zu einem Regierungsentwurf, das Internet zu verbieten.

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt: "Jede Frau kann Opfer werden"

Die Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zum schweren Ausmaß digitaler Gewalt gegen Frauen geäußert. Sie berichtete, dass in ihrem Namen ohne ihr Einverständnis gefälschte Profile, explizite Inhalte und Deepfakes erstellt wurden. Ihr Fall hat breite Forderungen nach strengeren rechtlichen Schutzmaßnahmen und systemischen Reformen ausgelöst.

Fernandes schilderte, wie gefälschte Profile, manipulierte Bilder und explizite Geschichten genutzt wurden, um sie im Internet zu belästigen. Sie betonte, dass solche Angriffe nicht nur Prominente beträfen – jede Frau könne zum Ziel werden. Die Reaktion auf ihre Geschichte war sofort spürbar: Zehntausende äußerten ihre Unterstützung und forderten Konsequenzen.

Kritisch äußerte sie sich über die zögerliche Entwicklung in Deutschland im Kampf gegen digitale Gewalt. Sie forderte längere Meldefristen, sensiblere Ermittlungen und klarere Gesetze. Als Vorbild nannte sie Spanien, wo strengere Maßnahmen gegen Online-Missbrauch eingeführt wurden. Fernandes rief die Behörden auf, Schulungen für Polizei und Richter, Präventionsprogramme und härtere Strafen für Täter einzuführen.

Die Journalistin Caren Miosga unterstützte diese Bedenken und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem mit unklaren Zuständigkeiten. Plattformen, Strafverfolgungsbehörden und Gerichte arbeiteten oft unkoordiniert, sodass Opfer kaum klare Anlaufstellen hätten. Justizministerin Stefanie Hubig räumte Reformbedarf ein und betonte die Notwendigkeit effizienterer Verfahren, um Frauen besser vor digitalen Übergriffen zu schützen.

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Fernandes warnte zudem, dass rechtliche Lücken reale Folgen für die Betroffenen hätten. Sie forderte sichtbare Solidarität und politisches Handeln, um diese Schlupflöcher zu schließen und Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Der Fall setzt die deutschen Behörden unter Druck, digitale Gewalt wirksamer zu bekämpfen. Fernandes' Forderungen umfassen klarere Gesetze, bessere Schulungen für Beamte und strengere Strafen. Ohne Reformen, so ihre Warnung, würden Opfer weiterhin Schikanen schutzlos ausgesetzt sein.

Quelle