Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Philipp FischerHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus
Der aktuelle Bebauungsplan für den Weinberg Campus stammt aus dem Jahr 1998 und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Bauvorschriften, Planungsstandards und Emissionsrichtlinien. Die Stadtverwaltung will mit den Änderungen die Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Wachstum des Standorts fördern.
Die Überarbeitung betrifft zwei Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von rund 26,2 Hektar, die vor allem für Forschung und Verwaltung genutzt werden. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, soll nun im Rahmen des Verfahrens neu ausgewiesen und vermarktet werden.
Der aktualisierte Plan wird erstmals Produktions- und Vertriebsaktivitäten explizit zulassen, sofern sie mit der Forschung verknüpft sind. Unternehmen können dadurch ihre Aktivitäten vor Ort ausbauen, ohne umziehen zu müssen. Zudem werden strategische Lärmschutzmaßnahmen verankert: Für jedes Grundstück gelten dann Lärmgrenzwerte, um die angrenzenden Wohngebiete zu schützen.
Um den örtlichen Charakter zu bewahren, werden maximale Bauhöhen eingeführt – eine starre 25-Meter-Grenze ist jedoch nicht vorgesehen. Der Stadtrat stimmt am 24. Juni 2026 über die Veröffentlichung des Entwurfes ab. Das Verfahren soll die Stadtkasse nicht belasten und stattdessen neue Investitionen anziehen, was Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen stärken würde.
2018 war ein Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt auf dem Campus abgelehnt worden. Der aktuelle Entwurf sieht keine Flächen für großflächigen Einzelhandel vor.
Ziel des überarbeiteten Bebauungsplans ist es, die Vorschriften zu modernisieren und die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern – bei gleichzeitiger Bewahrung der landschaftlichen Qualität und der Wohnruhe. Die endgültige Entscheidung über den Entwurf liegt nun beim Stadtrat.






