Revolution in der Baubranche: Carbonbewehrter Beton soll Ressourcenverbrauch halbieren
Sebastian FischerRevolution in der Baubranche: Carbonbewehrter Beton soll Ressourcenverbrauch halbieren
Ein neues Projekt soll die Baubranche revolutionieren, indem es die Produktion von carbonbewehrtem Beton hochskaliert. Am CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet, zielt die Initiative darauf ab, den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 % zu senken. Die Technologie verspricht leichtere, stabilere und nachhaltigere Konstruktionen als herkömmlicher Beton.
Geleitet wird das Vorhaben vom Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von der TU Dresden und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Beteiligt sind zudem mehrere Industriepartner. Die Förderung in Höhe von rund 14 Millionen Euro stammt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
In den kommenden vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und getestet werden. Ziel ist es, carbonbewehrten Beton aus den Forschungslabors in die industrielle Großserienfertigung zu überführen. Das Projekt läuft bis Ende 2029.
Gebäude verursachen 40 % der Treibhausgasemissionen Deutschlands – durch Bau und Betrieb. Carbonbewehrter Beton könnte diesen Fußabdruck deutlich verringern. Seine schlankeren, leichteren Bauteile benötigen weniger Material, ohne an Festigkeit oder Langlebigkeit einzubüßen.
Bei Erfolg wird das Projekt die breitere Einführung von carbonbewehrtem Beton im Bauwesen ermöglichen. Die Leipziger Pilotanlage dient als Modell für künftige Produktionsstätten. Die Technologie könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, Emissionen und Ressourcenverbrauch in der Baubranche zu reduzieren.






