Gerhard Polts A scheene Leich endet nach 52 ausverkauften Vorstellungen in München

Admin User
2 Min.
Ein älterer Mann in einem schwarzen Mantel und roter Krawatte steht an einem transparenten Rednerpult auf einer Bühne, mit einer blauen und weißen Fahne im Hintergrund.

"Ende einer Ära" - Letzte Vorstellung von Polt-Play - Gerhard Polts A scheene Leich endet nach 52 ausverkauften Vorstellungen in München

Gerhard Polts jüngste Produktion A scheene Leich an den Münchner Kammerspielen ist nach 52 ausverkauften Vorstellungen zu Ende gegangen. Die letzte Aufführung endete mit donnerndem Applaus, stehenden Ovationen und einem bewegenden Abschied. Damit dürfte seine letzte große Inszenierung am Haus nach einer 50-jährigen Zusammenarbeit abgeschlossen sein.

Polts Verbindung zu den Münchner Kammerspielen begann 1975 während einer Kabarettwoche im Werkraum. Sein Durchbruch gelang ihm drei Jahre später mit Kehraus, einem Stück, das seinen Ruf an dem Theater festigte. Seither prägt er das Programm des Hauses wie kaum ein anderer.

A scheene Leich feierte 2023 Premiere und entwickelte sich schnell zu einem Höhepunkt der Spielzeit. Die letzte Vorstellung fand vor vollem Haus statt – das Publikum feierte nicht nur die Aufführung, sondern auch Polts jahrzehntelanges Wirken.

Obwohl keine weiteren gemeinsamen Projekte mit der Biermösl Blosn an den Kammerspielen angekündigt wurden, bestätigte Intendantin Barbara Mundel, dass Polt in anderen Formaten zurückkehren wird, etwa mit Lesungen. Zudem steht im Januar 2024 ein Auftritt mit Josef Hader in Münchens Lach- und Schießgesellschaft an. Seine nächsten Projekte wie All Well im Februar 2026 realisiert er mit dem Well-Brüder-Ensemble, allerdings ohne Bezug zu den Münchner Kammerspielen.

Das Ende von A scheene Leich markiert einen Einschnitt in Polts langjährige Verbindung zu den Münchner Kammerspielen. Zwar könnten große Produktionen damit abgeschlossen sein, doch seine Zusammenarbeit mit dem Theater wird in anderer Form weitergehen. Seine nächsten Auftritte finden in anderen Münchner Spielstätten statt – sein Publikum bleibt ihm damit treu.