Bundesregierung stoppt Integrationskurse – 130.000 Geflüchtete ohne Deutschunterricht
Bundesregierung stoppt Integrationskurse – 130.000 Geflüchtete ohne Deutschunterricht
Bundesregierung sperrt Zehntausende Geflüchtete von Integrationskursen aus
Die Bundesregierung hat den Zugang zu staatlich finanzierten Integrationskursen für Tausende Geflüchtete blockiert. Die am 9. Februar 2026 bekannt gegebene Entscheidung stoppt für das gesamte Jahr neue Anmeldungen. Kritiker warnen, der Schritt werde Sprachkenntnisse, Jobchancen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Menschen gefährden, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben, in Deutschland Fuß zu fassen.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verhängte ein vollständiges Aufnahmeverbot für Integrationskurse. Asylsuchende, Geduldete, Ukrainer:innen und EU-Bürger:innen können damit keine staatlich geförderten Sprachkurse mehr besuchen. Nur Personen mit gesichertem Aufenthaltsstatus bleiben berechtigt.
Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, verurteilte die Maßnahme als schweren Rückschlag. Sie warf der Regierung vor, jahrelange Fortschritte in der Integration zu untergraben. Ohne Sprachförderung hätten Geflüchtete deutlich schlechtere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und weniger Chancen auf qualifizierte Tätigkeiten.
Die Einschränkungen treffen auch die Kursanbieter hart. Viele stehen nun vor finanziellen Problemen, nachdem ihnen erwartete Teilnehmende wegbrechen. Bleibt die Regelung bestehen, werden 129.500 Menschen – vor allem Ukrainer:innen und Asylbewerber:innen – vom Deutschlands Lernen ausgeschlossen.
Gegner der Maßnahme verweisen auf die widersprüchliche Haltung der Union in der Integrationspolitik. Während offizielle Stellen die Bedeutung des Zusammenhalts betonen, kappen sie mit dem Verbot essenzielle Regierung. Das lässt Geflüchtete isoliert zurück und mindert ihre Fähigkeit, sich in die Gesellschaft einzubringen.
Das Verbot der Integrationskurse bleibt vorerst für das gesamte Jahr 2026 in Kraft – sofern es nicht rückgängig gemacht wird. Ohne Zugang zu Sprachkursen wird es für Geflüchtete deutlich schwerer, faire Arbeit zu finden oder sich in ihren Communities zu engagieren. Die langfristigen Folgen könnten den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen und Bundestags Integrationsbemühungen über Jahre hinaus ausbremsen.
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