Sechs Jahre nach Hanau: Warum die Familie Kurtović noch immer um Gerechtigkeit kämpft
Erinnerung an die Opfer von Hanau - Wulff fordert Vielfalt - Sechs Jahre nach Hanau: Warum die Familie Kurtović noch immer um Gerechtigkeit kämpft
Sechs Jahre nach dem tödlichen rassistischen Anschlag in Hanau versammelten sich Angehörige und Freunde, um Hamza Kurtović zu ehren – eines von neun Opfern, die von einem rechtsextremen Attentäter ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltung lenkte zugleich den Blick auf anhaltende Kritik an Deutschlands Umgang mit rassistischer Gewalt und die langfristigen Folgen für die betroffenen Familien.
Unter den Teilnehmenden befand sich Altbundespräsident Christian Wulff, der sich gegen Ausgrenzung aussprach und zu mehr Solidarität im Kampf gegen Diskriminierung aufrief. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Familie Kurtović weiterhin ungelöste Fragen zur Aufklärung des Todes ihres Sohnes hat und die offiziellen Ermittlungen infrage stellt.
Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen ermordet, bevor er seine Mutter tötete und sich selbst das Leben nahm. Hamza Kurtović gehörte zu den Opfern des Anschlags, der sich gegen Shisha-Bars richtete, die vor allem von Migrantinnen und Migranten besucht wurden.
Seit der Tat kritisiert die Familie Kurtović wiederholt die Behörden wegen ihrer Vorgehensweise. Ungeklärt blieb etwa, warum ein verriegelter Notausgang am zweiten Tatort nie ausreichend untersucht wurde. Ihre Versuche, neue Ermittlungen anzustoßen – darunter ein Klageerzwingungsverfahren 2023 –, wurden von Gerichten abgelehnt.
Daraufhin zogen Armin Kurtović und seine Frau Dijana vor das Bundesverfassungsgericht. In ihrer Beschwerde werfen sie den Ermittlern vor, die Umstände des Todes ihres Sohnes nicht gründlich genug aufgeklärt zu haben. Der beharrliche Kampf der Familie spiegelt die allgemeine Frustration vieler Angehöriger wider, die sich von staatlichen Institutionen im Stich gelassen fühlen.
An der diesjährigen Gedenkfeier nahmen prominente Persönlichkeiten teil, darunter Beate Hofmann, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Oliver Dainow, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau. Altbundespräsident Wulff nutzte die Gelegenheit, um Deutschlands Tendenz zu kritisieren, Diskriminierung zu ignorieren. Er forderte mehr Widerstand gegen Ausgrenzung und ein stärkeres Engagement für Vielfalt.
Die Folgen des Anschlags haben tiefgreifende strukturelle Probleme in Deutschlands Umgang mit rassistischer Gewalt offenbart. Trotz Initiativen wie der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, die sich gegen Rassismus engagiert, bleiben Herausforderungen bestehen. Der Aufstieg der rechtsextremen AfD – etwa mit ihrem Rekordresultat bei der hessischen Landtagswahl 2023 – hat die Sorgen weiter verschärft. Für Familien wie die Kurtovićs verstärkt das fehlende Maß an Verantwortung das Misstrauen gegenüber den Institutionen, die sie eigentlich schützen sollten.
Die Gedenkveranstaltung für Hamza Kurtović war zugleich eine Hommage und eine Mahnung an die ungelösten Kämpfe der Angehörigen. Der juristische Weg der Familie Kurtović und ihre öffentliche Kritik zeigen, wie groß die Lücken bei der Aufarbeitung rassistischer Gewalt nach wie vor sind.
Während Deutschland mit dem wachsenden Einfluss rechtsextremer Kräfte und fortgesetzten Berichten über Alltagsrassismus ringt, bleibt dieser Fall ein erschütterndes Beispiel für die noch zu leistende Arbeit – um Gerechtigkeit zu schaffen und künftige Tragödien zu verhindern.
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