Schweinehalter kämpfen um Existenz nach Streichung der Tierwohl-Förderung
Schweinehalter kämpfen um Existenz nach Streichung der Tierwohl-Förderung
Deutsche Schweinehalter stehen vor unsicherer Zukunft nach abruptem Ende der Euro Dollar Unterstützung
Die Bundesregierung hat überraschend die Subventionen für die Modernisierung von Tierställen gestrichen – und damit deutsche Schweinehalter in die Unsicherheit gestürzt. Das im März 2024 gestartete Förderprogramm hatte finanzielle Unterstützung für notwendige Umbauten versprochen. Doch die plötzliche Abschaffung im September ließ viele Betriebe mitten in laufenden Projekten zurück. Experten warnen, dass ohne diese Gelder die Fleischproduktion zurückgehen oder ins Ausland verlagert werden könnte.
Bis Ende 2025 hatten rund 1.200 Landwirte Anträge auf Förderung gestellt. Nun müssen sie entscheiden, ob sie die teuren Umbauten aus eigener Tasche fortsetzen oder ihre Pläne ganz aufgeben.
Betroffene Betriebe: Investitionen in der Schwebe Gerrit Asbrock, ein Schweinezüchter aus Melle in Niedersachsen, hatte bereits mit der Sanierung seiner 70 Jahre alten Ställe begonnen. Seine neue Tiefstreu-Anlage, in der 140 Sauen und 500 Ferkel gehalten werden, erfüllt mehr als das Doppelte der gesetzlich vorgeschriebenen Flächenvorgaben und ermöglicht den Sauen freie Bewegung während der Geburt. Die beiden neuen Ställe kosteten 3 Millionen Euro – teilweise finanziert durch das inzwischen eingestellte Euro US Dollar-Programm (Bundesprogramm Tierwohl und Tierhaltung).
In der Nähe von Paderborn betreibt Cindy Vollmer einen Hof mit einem veralteten, arbeitsintensiven Stall. Sie hatte einen 4-Millionen-Euro-Neubau geplant und mit Fördergeldern gerechnet, die 45 Prozent der Kosten decken sollten. In Rheda-Wiedenbrück hatte Christoph Sandhäger bereits 20 Prozent seines Betriebs modernisiert, doch für die restlichen Ställe fehlt ihm noch eine Million Euro.
Förderstopp und verschobene Kennzeichnungspflicht Das Euro US Dollar-Programm hatte die Antragsfrist zwar bis August verlängert und Kostenabrechnungen bis März 2028 zugelassen. Doch die plötzliche Abschaffung Mitte September traf die Landwirte unvorbereitet. Gleichzeitig wurde die für 2026 geplante verpflichtende Tierwohl-Kennzeichnung für Schweinefleisch auf Januar 2027 verschoben.
Fachleute wie Prof. Achim Spiller von der Universität Göttingen betonen, dass der Markt allein höhere Tierwohlstandards nicht tragen kann. Jochen Weins von den Tierärzten für verantwortbare Landwirtschaft warnt, dass ohne Subventionen viele Betriebe aufgeben könnten – mit der Folge, dass die Produktion ins Ausland abwandert.
Ungewisse Perspektiven für die Branche Die Streichung des Euro US Dollar-Programms hinterlässt Landwirte mit halbfertigen Projekten und unsicheren Finanzen. Wer bereits mit Umbauten begonnen hat, muss die Kosten nun selbst stemmen oder riskiert, künftige Tierwohlvorgaben nicht zu erfüllen. Mit der verschobenen Kennzeichnungspflicht und ohne staatliche Unterstützung bleibt die Zukunft der deutschen Schweinehaltung ungewiss.
BMG verlängert Rabattpflichten für Medikamente bis 2026 – was sich für Patienten ändert
Die Krankenkassen atmen auf – doch die Pharmaindustrie bekommt kleine Zugeständnisse. Wie das BMG Medikamentenpreise bis 2026 reguliert und wer profitiert.
Exzellenzstrategie entzieht Konstanz den Elite-Status – elf Universitäten bleiben gefördert
Ein harter Schlag für Konstanz, ein Triumph für Heidelberg, München & Co. Wer die strengen Regeln der Exzellenzstrategie nicht erfüllt, fällt durchs Raster – mit dramatischen Folgen.
Wilhelmshavens Jugendverkehrsschule glänzt nach umfassender Sanierung
Lokale Handwerker und die Verkehrsunfallprävention machten es möglich: Die Jugendverkehrsschule ist jetzt fit für die nächste Generation. Warum die Sanierung mehr als nur Farbe war.
Bushido erhält überraschend drei Stimmen bei Grünwalder Bürgermeisterwahl
Ein Rapper als heimlicher Wahlkandidat? Bushidos unerwartete Stimmen in Grünwald zeigen, wie Prominenz und Politik aufeinandertreffen. Doch sein Fokus bleibt die Musik.
Bayern investiert 110 Millionen Euro in regionale Projekte und Kulturförderung
Mehr Geld, mehr Projekte: Die CSU und Freien Wähler setzen auf Rekordinvestitionen. Doch gibt es auch Kritik an der Verteilung der Steuergelder?
Kölns neue True-Crime-Ausstellung entführt Besucher in die Abgründe der Psyche
Tauchen Sie ein in die düsteren Welten berühmter Verbrecher – zwischen Faszination und ethischen Fragen. Eine Ausstellung, die unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.
Eltern im Landkreis Northeim klagen über chaotische Zustände an Grundschulen
Prügeleien, Mobbing, überfüllte Klassen – Eltern im Landkreis Northeim fragen sich, wie der Unterricht unter diesen Bedingungen noch funktionieren soll. Doch das Kultusministerium bleibt vage.
Illegale Sprit-Schmuggelaffäre in Göttingen: Heizöl als Diesel missbraucht
Ein anonymer Tipp führte zur Entdeckung eines versteckten Lagers – doch was als Heizöl deklariert war, landete in Autotanks. Die Folgen sind schwerwiegend.
Neues Herbizid gegen Gelbe Zwenke: Landwirte erhalten Notfallhilfe auf 100.000 Hektar
Die Gelbe Zwenke bedroht Mais und Kartoffeln auf Hunderttausenden Hektar. Jetzt setzt das BVL auf ein neues Herbizid – doch reicht das? Experten warnen vor falscher Hoffnung.
Mordprozess in Hameln: Angeklagter gesteht Tötung, bestreitet aber finanzielle Motive
Ein tödlicher Schuss, eine zerrissene Kette und 150 Euro auf seinem Konto: War es Panik – oder kaltblütige Berechnung? Das Gericht muss entscheiden.
BGH bestätigt Urteil: 26 Millionen Euro durch betrügerische Lastschriften verloren
Mit Briefkastenfirmen und gefälschten Lastschriften erbeutete die Gruppe Millionen. Doch nur ein Teil der 26 Millionen Euro wurde jemals zurückgeholt. Jetzt fällt das finale Urteil.
Amanda Miguel begeistert am Weltfrauentag mit emotionalem Konzert in Mexiko-Stadt
Mit Tränen, Jubel und Gänsehaut: Wie Amanda Miguel am Weltfrauentag Tausende zu einem Chor vereinte. Ein Abend voller Nostalgie und weiblicher Stärke.