Zukunft unter der Erde: Wie Deutschlands Leitungsnetze gegen Krisen kämpfen
Zukunft unter der Erde: Wie Deutschlands Leitungsnetze gegen Krisen kämpfen
Über 120 Fachleute und 450 Aussteller trafen sich kürzlich zu einem zweitägigen Forum zum Thema unterirdischer Leitungsbau. Die Diskussionen brachten Experten aus den Bereichen Abwassermanagement, Trinkwasserversorgung, Gas, Fernwärme, Elektrizität, Telekommunikation und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen die drängenden Herausforderungen des Sektors – von Klimawandel bis hin zu geopolitischen Verschiebungen.
Das Forum umfasste sechs Vortragsreihen, eine Fachausstellung sowie eine Pressekonferenz mit führenden Persönlichkeiten. Darunter waren Mike Böge, Dr. Wolf Merkel, Heiko Fastje, Dr. Bernd Wagner und Prof. Dr. Katharina Teuber. In ihren Beiträgen betonten sie die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und langfristiger Planung in der Leitungsinfrastruktur.
Seit 2020 verzeichnet das deutsche unterirdische Leitungsnetz einen Anstieg der Nutzung um 15 bis 20 Prozent. Dieser Zuwachs ist auf den gestiegenen Energiebedarf und die Umstellung der Versorgung nach der Sabotage an Nord Stream zurückzuführen. Extremwetterereignisse wie die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 haben zudem die Korrosion der Rohre beschleunigt und das Risiko von Überflutungen erhöht. Gleichzeitig erfordert die Digitalisierung die Verlegung von Glasfaserkabeln in veraltete Leitungen – bei begrenztem Platzangebot.
Geopolitische Spannungen, insbesondere der Russland-Ukraine-Krieg seit 2022, belasten das System zusätzlich. Die Umstellung auf Flüssiggas-Importe (LNG) zwingt zur Umnutzung bestehender Gasnetze, was den Druck weiter erhöht. Dr. Wolf Merkel warnte vor wachsenden Bedrohungen durch physische und Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen und unterstrich die Bedeutung verlässlicher Zusammenarbeit.
Heiko Fastje sprach über die Zukunft der Gasnetze und forderte Vorbereitungen für den Umgang mit erneuerbaren Gasen wie Wasserstoff und Biogas. Dr. Bernd Wagner konzentrierte sich auf die Fernwärme und skizzierte Pläne, die Anzahl der angebundenen Gebäude bis 2045 zu verdreifachen und Klimaneutralität zu erreichen. Prof. Katharina Teuber nannte technologische Innovationen, rechtliche Anpassungen und geopolitische Veränderungen als zentrale Faktoren für die Entwicklung des Leitungsbaus.
Das Forum endete mit einem Appell für eine engere Zusammenarbeit. Die Experten waren sich einig, dass Instandhaltung und Anpassung der Infrastruktur Hand in Hand mit den neuen Anforderungen durch Klimawandel, Energiewende und Digitalisierung gehen müssen.
Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit, die deutschen Leitungsnetze zu modernisieren und abzusichern. Geplant sind der Ausbau der Fernwärme, die Integration erneuerbarer Gase und die Stärkung der Cybersicherheit. Die Branchenführer stehen nun vor der Aufgabe, diese Diskussionen in konkrete Strategien für die kommenden Jahre umzusetzen.
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